Italien-Exkursion des Kunst-LKs

Mittwoch

Nachdem wir am Dienstag in Padua angekommen waren, startete der Mittwoch entspannt mit einer individuellen Stadterkundung. Am frühen Nachmittag bekamen wir dann eine professionelle Führung einer ortskundigen Italienerin. Zuerst besichtigten wir die Cappella degli Scrovegni und betrachteten die Fresken von Giotto. Es war ein unglaublich beeindruckendes Erlebnis, diese Kunstwerke, die wir bisher nur aus dem Unterricht kannten, endlich in echt zu sehen. Besonders in der Realität entfalten die Fresken eine ganz andere Strahlkraft und Tiefe, die auf Abbildungen schwierig einzufangen ist. Von dort aus machten wir eine Stadtführung bis zum Stadtzentrum mit seinen vielen örtlichen Sehenswürdigkeiten. Die Führung endete schließlich in der Basilica di Sant’Antonio di Padova, die dem Heiligen Antonius gewidmet ist. Die Kirche mit eigenen Augen zu sehen und ihre einzigartige Ausstrahlung direkt vor Ort zu spüren, berührte uns sehr. Den perfekten Abschluss fand dieser schöne Tag dann bei einem gemeinsamen Abendessen.

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Donnerstag

Am Donnerstag reisten wir nach Rom. Nach dem Einchecken in unserem Appartement sind wir in Richtung Vierströmebrunnen von Gian Lorenzo Bernini gelaufen. Der Vierströmebrunnen, den Bernini einst für die herrschende Papstfamilie erschuf, hat uns nicht nur wegen seiner enormen Größe beeindruckt, sondern auch wegen seines geschichtlichen Hintergrunds. Das erklärt uns, warum er immer noch eine Art Zentrum Roms ist. Für den Barock waren Berninis naturalistische Werke eine wahre Neuschaffung, die feine Ausarbeitung und das Staunen über das Werk ließen es weit mehr als nur ein Kunstwerk sein. So kann man es sich erklären, wie die Kirche eine so populäre Rolle in der Zeit spielte. Den anstrengenden Tag der Anreise haben wir anschließend in der Altstadt Roms ausklingen lassen und die Bauwerke der Stadt bestaunt.

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Freitag

Nach einem ausgiebigen und herzhaften Frühstück beim Bäcker um die Ecke ging es am Freitag auch schon früh los. Unser erstes Ziel: der Vatikan. Dank unseres „Premium-Eintrittstickets“ der Schule sind wir glücklicherweise sehr schnell durch den Einlass gekommen und haben uns in kleine Gruppen aufgeteilt, um das riesige Gelände mit den zahlreichen Museen und Ausstellungen zu erkunden. Die unglaubliche Menge an Kunstwerken waren beeindruckend (und im ersten Moment auch ein bisschen überfordernd). Auf unserem Rundgang konnten wir Werke aus ganz unterschiedlichen Epochen und von vielen bekannten Künstlern entdecken. (Von Michelangelo über Francis Bacon bis hin zu Raffael waren zahlreiche bedeutende Künstler vertreten). Besonders spannend war es, einige Kunstwerke, die man zuvor nur auf Bildern gesehen hatte, nun tatsächlich im Original vor sich zu haben. Dabei fiel besonders auf, wie viel größer und beeindruckender manche Werke in Wirklichkeit wirken. Nach diesem Rundgang hatten wir auch alle dringend eine Pause nötig. Wir sind direkt in eine kleine Pizzeria in der Nähe gegangen, haben uns dort gestärkt und kurz durchgeatmet. Unterhalten wurden wir auch von einem kleinen Jungen, der beim Mittagessen eine Art Wasserhahn aus der Wand gerissen und das halbe Restaurant überschwemmt hat (übertrieben;)).

Nach dem gemeinsamen Mittagessen ging es weiter zum Petersdom. Für unseren Kunst-LK war auch dieser Besuch besonders interessant, da wir im Petersdom unter anderem bedeutende Werke von Gian Lorenzo Bernini entdecken konnten. Besonders beeindruckend waren der monumentale Baldachin Berninis über dem Hauptaltar mit seinen auffällig gedrehten Säulen, genauso wie seine imposanten Skulpturen (zum Beispiel die Statue des heiligen Longinus). Auch der Petersplatz mit seiner von Bernini gestalteten Kolonnade war beeindruckend. Die geschwungenen Säulenreihen wirken fast wie zwei große Arme, die die Besucher beim Betreten des Platzes empfangen. Besonders faszinierend war es, die Architektur nicht nur auf Bildern zu sehen, sondern selbst mitten auf dem Platz zu stehen und ihre Wirkung zu erleben. Anschließend ging es über die Engelsbrücke. Nach dem vollgepackten Tag hatten wir noch etwas Freizeit und konnten Rom auf eigene Faust erkunden. So konnten wir noch ein bisschen durch die Stadt schlendern, etwas essen oder einfach die Atmosphäre genießen. Am Abend ließen wir den ereignisreichen Tag schließlich bei einem gemütlichen Abendessen ausklingen. Insgesamt war es ein abwechslungsreicher Tag mit beeindruckender Kunst, imposanter Architektur und vielen neuen Eindrücken. Eines stand dabei auf jeden Fall fest: Langweilig wurde es uns definitiv nicht.

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Samstag

Den Samstag starteten wir in Rom mit einem gemütlichen Frühstück und anschließender Freizeit, in der wir Rom noch einmal von anderen Seiten betrachten konnten. Gegen Mittag schlenderte die ganze Gruppe von der Piazza del Popolo zur Spanischen Treppe und anschließend zum Trevi-Brunnen. Zwischendurch schauten wir noch in einige der zahlreichen Läden, bis wir schließlich am Tritonenbrunnen von Bernini ankamen, den wir gemeinsam analysierten.
Vom Tritonenbrunnen aus ging es weiter zur Kirche Santa Maria della Vittoria, in der wir Berninis „Verzückung der heiligen Theresa“ bewundern konnten. Danach besuchten wir noch die Kirche Santa Maria del Popolo, wo zwei weitere beeindruckende Skulpturen von Bernini auf uns warteten. „Habakuk und der Engel“ sowie „Daniel und der Löwe“ konnten wir dort hautnah erleben.
Damit neigte sich der Tag bereits dem Ende zu. Zum Abschluss gab es ein gemeinsam gekochtes italienisches Abendessen in unserer Unterkunft.

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