Eine Sportstunde der etwas anderen Art erlebte die 9. Klasse des Sportprofils am Gymnasium Friedrich II. in Lorch: Das Projekt „Handicap macht Schule“ brachte Rollstuhlbasketball direkt in die Sporthalle.
Im Rahmen ihrer aktuellen Unterrichtseinheit „Sport & Inklusion“ bekamen die Schülerinnen und Schüler Besuch vom Württembergischen Behinderten- und Rehabilitationssportverband (WBRS). Es stand Praxis auf dem Programm – und zwar im Rollstuhl.
Durchgeführt wurde die Schnupperstunde von Rollstuhlbasketball-Trainer Werner Rieger, der selbst aktiv Rollstuhlbasketball in der 2. Bundesliga gespielt hat. Neben seinem Engagement bei „Handicap macht Schule“ ist er auch als Referent für Inklusion und Behindertensport tätig. Unterstützt wurde er von den beiden Projektleiterinnen Barbara List und Marie Schüler.
Unter fachkundiger Anleitung durften die Jugendlichen selbst in Rollstühlen Platz nehmen und ausprobieren, wie sich Basketball mit körperlicher Einschränkung anfühlt. Schnell wurde klar: Neben Kraft braucht es vor allem Koordination, Teamgeist und gegenseitige Rücksichtnahme. Die Schülerinnen und Schüler hatten dabei großen Spaß und gewannen zugleich einen wertvollen Einblick in den Para-Sport. Gleichzeitig wurden sie für das Thema Sport für Menschen mit Behinderungen sensibilisiert.
Für die 9. Klasse des Sportprofils war die Stunde nicht nur eine sportliche Herausforderung, sondern auch eine wichtige Erfahrung – und ein lebendiges Beispiel dafür, wie Inklusion im Schulsport praktisch gelebt werden kann.


